Madonna präsentiert W.E. beim Filmfestival in Toronto

Madonna in TorontoVergangenen Montag debütierte Madonnas Film W.E. in Nordamerika beim Filmfestival in Toronto. Die Medien feierten erneut einen glamourösen Auftritt von Madonna. Ähnlich wie in Venedig gab es zuerst eine Vorführung für die Presse, im Anschluss eine Pressekonferenz und am Abend eine öffentliche Filmvorführung. Dazu erschien Madonna in einem klassischen schwarzen Kleid, das ihre Figur voll zur Geltung brachte. Sie posierte jedoch nicht nur für die vielen Fotografen, sondern gab auch den aufgeregten Fans fleißig Autogramme. Unmittelbar vor der Filmvorführung würdigte Madonna die Leistung der Mitwirkenden und bedankte sich auch bei den freiwilligen Helfern des Festivals. Am Ende des Films reagierte das Publikum wie zuvor in Venedig mit Standing Ovations.

Die Kritiken fielen jedoch wieder sehr unterschiedlich aus. Während, wie in unserem letzten Artikel bereits erwähnt, viele Aspekte des Films positiv hervorgehoben werden, geht die Presse mit Anerkennung für Madonnas zweite Regiearbeit allgemein eher zurückhaltend um. Nutzten viele Reporter in Venedig die Gelegenheit noch Madonna persönlich anzugreifen, herrschte in Toronto immerhin eine sehr freundliche Atmosphäre. Von Madonna selbst gab es bei der Pressekonferenz folgende Stellungnahme zu den Kritiken:

„I can tell when people are reviewing my film and when they’re reviewing me personally. I welcome criticism of my film when it’s viewed as an artistic form and not when people are mentioning things about my personal life or my achievements in any other [areas] – because they’re irrelevant to the film. So when they stick to the film, then I do care.“

Dieses Video zeigt Madonnas Auftritt beim Filmfestival. Weitere Fotos und Videos aus Toronto findest Du hier.

Bisherige Kritiken

Betrachtet man die Gesamtheit der bisher veröffentlichten Kritiken, fällt auf, dass bestimmte Aspekte häufiger bemängelt werden. So wird vor allem behauptet, dass sich Madonna mit der Integration der 1998 stattfindenden Handlung und der parallelen Erzählweise keinen Gefallen getan habe. Inwieweit die hervorgebrachten Kritikpunkte jedoch für das Publikum relevant sind, bleibt abzuwarten, denn naturgemäß nehmen Kinogänger dabei eine andere Gewichtung vor. Ferner unterliegen derartige Einschätzungen immer der subjektiven Wahrnehmung und hängen von dem persönlichen Filmgeschmack ab. Schließlich soll es sich statt einem Mainstream-Film eher um Arthouse-Kino handeln, das insbesondere Menschen mit Sinn für Ästhetik und Romantik ansprechen dürfte.

Sicher ist auf jeden Fall, dass Madonna bei ihrem zweiten Film weder Aufwand noch Risiken gescheut hat. Wie der kommerzielle Erfolg sowie die kritische Würdigung am Ende ausfallen werden, ist im Augenblick noch nicht abzusehen. Die große Uneinigkeit und das breite Spektrum an Bewertungen verrät jedoch zwei Dinge: Madonnas zweites filmisches Werk sorgt für Zündstoff! Und selbst wenn der Film tatsächlich über einige Schwächen verfügt, scheint er weit von einem künstlerischen Fehlgriff entfernt zu sein. So erntete Madonna laut der DailyMail sogar Lob von Filmvirtuose Darren Aronofsky („Black Swan“), der für seine außergewöhnlichen Werke bekannt ist:

„He called the film Madonna-esque, explaining it flowed with a rock ’n’ roll sensibility, and made the point that most period pictures are often static and dull. W.E. goes back and forth across the decades and there’s a dance to the music of time.“

Wer sich ein eigenes Bild von den Kritiken verschaffen möchte, findet eine große Sammlung einschließlich Kommentaren auf Deutsch bei uns im Madboard.

Thyron

Fanclub-Mitarbeiter, Madboard-Admin, News-Autor (Profil)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.